Symposium 2017 – Zu viel des Guten?

Nutzen und Folgen technischer und rechtlicher Regelungen im Wohnbau

Ob Normen, Baustandards, Richtlinien, Verordnungen, Rechtsvorschriften oder Wohngesetze – der Wohnbau und mit ihm auch die Bau- und Finanzwirtschaft mussten noch nie in einem so dichten Netz oder besser gesagt: Gestrüpp an Auflagen und Gesetzen agieren wie heute. Durch die immer unübersichtlicher werdende Regelungsdichte steigt der Kostendruck und werden den Unternehmen immer engere Fesseln angelegt. Dadurch drohen nicht nur dynamisches Wirtschaften und innovatives Bauen unter die Räder zu kommen, sondern auch sozial und ökonomisch nachhaltige Lösungen für die Endverbraucher bzw. Kunden. Rufe nach Deregulierung und Redimensionierung, aber auch nach nutzergerechten Regelwerken werden in dieser Situation immer lauter.

Das diesjährige Symposium des vwbf widmet sich den rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen für den leistbaren Wohnungsbau, geht der Frage nach den Urhebern und Nutzbringern der Regelungen nach, beleuchtet deren Folgen für die Wohnungsunternehmen und ihre Bewohner und möchte überdies mögliche Ansatzpunkte für einfacheren, zügigeren und kostengünstigeren Wohnbau diskutieren.

Programm vwbf-Symposium 2017

Fachvorträge:

„Im Dickicht der Bauvorschriften – wer macht die Regeln? Wem nützen sie?“
Vortrag von DI Erich Kern, stv. Vorsitzender Ingenieurkonsulenten,
Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten

„Das System der Wohnungsgemeinnützigkeit – Verteilungswirkungen & Deregulierungspotenziale“
Vortrag von DI Dr. Bernd Riessland, Generaldirektor-Stellvertreter, Sozialbau AG

„Sozial- und wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und
wohnungspolitische Herausforderungen“
Vortrag von Dr. Christoph Matznetter, Abgeordneter zum Nationalrat, SPÖ-Wirtschaftssprecher

„Gemeinnützige als Energieversorger – Erfahrungen und rechtliche Anforderungen“
Vortrag von Dr. Wolfgang Amann, Geschäftsführer, Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen

„Baulandmobilisierung & Raumordnung – Hemmnisse, Fallstricke und Ansatzpunkte“
Vortrag von Univ.-Ass. DI Arthur Schindelegger, Fachbereich Bodenpolitik und Bodenmanagement, Department für Raumplanung, TU Wien

„Wohnbauförderung und Qualitätsstandards – darf es auch ein bisschen weniger sein?“
Vortrag von Mag. Philipp Schrangl, Abgeordneter zum Nationalrat, FPÖ-Bautensprecher

Podiumsdiskussion

TeilnehmerInnen:

Dr. Christoph Matznetter, Abgeordneter zum Nationalrat, SPÖ-Wirtschaftssprecher
Mag. Walter Rosifka, Arbeiterkammer Wien
Bmst. DI Elmar Hagmann, MBA, Geschäftsführender Gesellschafter, DI Wilhelm Sedlak Ges.m.b.H.
Prof. Mag. Karl Wurm, Obmann Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen
Dir. Markus Sturm, Obmann vwbf

Bildnachweis: vwbf und Shutterstock.

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