Wer die Wohnbauförderung verkauft, verkauft ein Stück leistbare Zukunft

Niederösterreich veräußert erneut Wohnbauförderungsdarlehen. Das bringt kurzfristig Geld in die Kasse. Langfristig aber fehlt genau dieses Geld dort, wo es am dringendsten gebraucht wird: beim Bau leistbarer Wohnungen, bei der Sanierung des Bestands und beim sozialen Zusammenhalt.

Die Zahlen sprechen für sich: Zwischen 2000 und 2024 wurden in Niederösterreich bereits rund 4 Milliarden Euro an Wohnbauförderungsdarlehen verkauft.

Vier Milliarden Euro, die dem System der Wohnbauförderung dauerhaft entzogen wurden.

Man kann ein Budget sanieren. Aber man darf dafür nicht das Fundament des leistbaren Wohnens abtragen.

Gerade in Zeiten steigender Mieten, hoher Baukosten und wachsender Wohnungsnot braucht Österreich das Gegenteil: eine starke, verlässliche und nachhaltig finanzierte Wohnbauförderung.

Unsere Obfrau Andrea Washietl bringt es auf den Punkt:

„Wohnbauförderung ist Zukunftskapital. Sie darf nicht zum kurzfristigen Lückenbüßer für Budgetprobleme werden.“

Der VWBF fordert daher erneut:

➡️ eine verbindliche Zweckbindung der Wohnbauförderungsbeiträge und Darlehensrückflüsse;
➡️ ein stabiles Finanzierungsfundament für den gemeinnützigen Wohnbau;
➡️ eine Wohnpolitik, die in Generationen denkt – nicht bis zum nächsten Budgetjahr.

Denn eines ist klar: Wer heute die Wohnbauförderung verkauft, verkauft damit auch die leistbaren Wohnungen von morgen.

Hier geht es zur OTS-Aussendung: https://lnkd.in/d94Sw5ag

Ortskernbelebung und die Rolle der Gemeinnützigen